Dr. Thomas Hundt

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Ich wurde vor zwei Jahren aufgrund einer Nasenseptumdeviation, sowie einer Hypertrophie der Nasenmuscheln, operiert.

Die Nasenatmung wurde zur vollsten Zufriedenheit wieder hergestellt, selbst ein ausgeprägter Heuschnupfen ist zurück gegangen.

Jedoch habe ich seither ständig Probleme mit einem entzündeten und trockenen Rachen. Befeuchtende Sprays sowie Nasenspülungen bieten nur kurzfristig Linderung. Seit einem halben Jahr vergeht eigentlich kein Tag mehr ohne Halsschmerzen, sofern ich nicht ständig befeuchte.

Der behandelnde HNO, also auch eine Zweitmeinung besprechen mit mir lediglich die Symptome, helfen aber nicht bei der Lösung des Problems. Eine HNO-Ärztin der nahe gelegenen Universitätsklinik kommentierte, dass wohl ordentlich was weggeschnitten wurde.
Persönlich stelle ich daher die These auf, dass einfach zuviel der unteren Nasenmuschel entfernt wurde, als das noch eine ausreichende Befeuchtung und Filterung der eingeatmeten Luft stattfinden kann.

Mittlerweile ist ein täglicher Leidensdruck vorhanden, der die Lebensqualität spürbar einschränkt.

Folgendes wurde während der Nasen-OP durchgeführt:

– Plastische Rekonstruktion des Nasenseptums mit lokalen autogenen Transplantaten (Austauschplastik)
– Operative Elektrokoagulation einer Nasenblutung
– Konchotomie und Abtragung von hinteren Enden der unteren Nasenmuschel (Concha nasalis)
– Konchektomie der unteren Nasenmuschel
– Lateralisation der unteren Nasenmuschel

Was kann ich noch tun, außer alle 2h aktiv die Nase zu befeuchten? Kann ich noch darauf hoffen, dass sich der Rachen darauf einstellt, oder sich noch irgendetwas regeneriert?

Gelöst
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Geschrieben von Herr L.
fragte am 5. Mai 2019 11:05
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Hallo Herr L.,
so wie Sie das schildern auch von der HNO-Ärztin bestätigt, wurde zu viel von der unteren Nasenmuschel entfernt. Dadurch wird die Luft nicht ausreichend befeuchtet und die Schleimhäute im Nasenrachen trocknen aus.
In den meisten Fällen wächst die Schleimhaut an den Muscheln wieder etwas nach im Laufe der Zeit, womit eine Besserung eintreten würde. Wenn nicht, muss evtl. die Nasenscheidewand oder der Nasenboden mit Ohrknorpel unterfüttert werden. Das könnte Linderung bringen.
Herzliche Grüße,
Dr. Hundt.
Wenn

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Geschrieben von Thomas Hundt (Frage: 0, Antworten: 24)
Beantwortet am 6. Mai 2019 14:58